Stellungnahme der CDU zum Haushaltsentwurf 2026 der Gemeinde Kirchlengern
In der Ratssitzung am 12. März 2026 haben Bürgermeister Rüdiger Meier und Kämmerer Hans-Gerhard Busse den Entwurf für den Haushalt der Gemeinde Kirchlengern für das Jahr 2026 vorgestellt. In der öffentlichen Diskussion hat insbesondere die im Entwurf vorgesehene Anpassung des Hebesatzes der Grundsteuer B zu Verunsicherung bei Bürgerinnen und Bürgern geführt.
Die CDU-Fraktion möchte daher klarstellen: Bei den vorgestellten Zahlen handelt es sich ausschließlich um einen Haushaltsentwurf. Eine Entscheidung über den Haushalt 2026 ist noch nicht getroffen worden.
Hintergrund ist eine gegenüber der bisherigen Planung entstandene Finanzierungslücke von rund 2,8 Millionen Euro, die insbesondere durch die deutlich gestiegene Kreisumlage verursacht wird. Es handelt sich hierbei um Zahlungen, die gem. Kreistagsbeschluss von den Kommunen an den Kreis zu zahlen sind. Der Bürgermeister hat in der Sitzung erläutert, dass die Gemeinde nur begrenzte Möglichkeiten hat, ihre Einnahmen kurzfristig zu erhöhen. Unmittelbaren Einfluss hat die Kommune vor allem auf die Gewerbesteuer sowie auf die Grundsteuerhebesätze.
Im vorgelegten Entwurf ist deshalb unter anderem eine Verdoppelung des Hebesatzes der Grundsteuer B auf 1.182 % enthalten. Dieser Vorschlag ist Teil der Haushaltsplanung und dient zunächst dazu, mögliche Wege zur Schließung der Finanzierungslücke aufzuzeigen.
Wichtig ist jedoch: Über diese Maßnahmen ist noch nicht entschieden worden. Der Rat der Gemeinde Kirchlengern hat in der Sitzung mit den Stimmen aller Fraktionen beschlossen, den Haushaltsentwurf zunächst zur weiteren Beratung in die Fraktionen zu verweisen.
In den kommenden Wochen wird sich auch die CDU-Fraktion intensiv mit dem Entwurf befassen, die Auswirkungen prüfen und mögliche Alternativen beraten. Ziel ist es, eine verantwortungsvolle und ausgewogene Lösung für den Haushalt 2026 zu finden, die sowohl die finanzielle Handlungsfähigkeit der Gemeinde sichert als auch die Belastungen für Bürgerinnen und Bürger im Blick behält.
Über den weiteren Verlauf der Beratungen werden wir transparent informieren.